Die Behringstraße wurde um 1840 angelegt und nach dem sächsisch-österreichischen Kammerherrn Peter Paul Graf von Marcolini (1788-1863) zunächst Petergasse genannt. Marcolini hatte 1814 von seinem Vater das Palais an der Friedrichstraße geerbt und bewohnte es bis 1835. Da der seit 1893 verwendete Straßenname Peterstraße in der Nachkriegszeit als nicht mehr zeitgemäß angesehen wurde, beschloss man 1946 die Umbenennung in Behringstraße. Emil Adolf von Behring (1854–1917) gilt als Begründer der Serumheilkunde und Immunitätslehre und entwickelte einen Impfstoff gegen Diphterie und Wundstarrkrampf. 1901 erhielt er für seine Verdienste den Medizin-Nobelpreis.

Die Wohngebäude der Behringstraße entstanden im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts und weisen zum Teil repräsentative Klinkerfassaden auf. Auch im Inneren  finden sich interessante Architekturdetails, so eine neobarocke Deckenbemalung im Treppenhaus von Nr. 48. Bemerkenswert ist auch das 1895 als Verwaltungsgebäude der sächsischen Staatseisenbahn errichtete Haus Behringstraße 22. In der heute nicht mehr vorhandenen Nr. 7 befand sich um 1900 die Polizeiwache des 4. Bezirks. Das ebenfalls zerstörte Gebäude Behringstraße 45 an der Ecke zur Cottaer Straße war bis 1945 Sitz der Dresdner Papier- Zigarrenspitzen- Fabrik Fleischer & Co., einem der zahlreichen Zulieferer der Dresdner Tabakwarenindustrie.

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